Steinmarder
Martes foina

Lebensraum

Gebäude
Ruderalfläche, Verkehrswege, offene Flächen
Garten und Park
Wald

Guter Kletterer, kann auch Mauern erklimmen. Tagesverstecke oft in Gebäuden (Dachböden, Scheunen, Ställe). Schädigt gelegentlich Isolation, die er als Nestmaterial nutzt, muss dann tiergerecht ausgeschlossen oder mit Elektroschutz ferngehalten werden. Vielseitige Nahrung: Nager, Vögel, Insekten, Regenwürmer, Früchte (z.B. Kirschen), Speiseabfälle. Revier 80–150 ha. Seit Ende der 1970er-Jahre stellt man fest, dass Steinmarder aus Plastik oder Gummi bestehende Teile von Automobilen, z. B. Bremskabel, zerbeißen («Automarder»). Frisch abgestellte Autos werden regelmäßig «kontrolliert» (Revierverhalten), vermutlich, weil sie fremde Duftmarken tragen.

Den Mardern fehlen zunehmend geeignete Unterschlüpfe in Folge der baulichen Verdichtung.

Erkennungsmerkmale 
Braunes bis gräuliches Fell, weißer Brustlatz, welcher nach hinten meist gegabelt ist. Nase rosa.
Lebensraum 
Ursprünglich Felsenbewohner (im Süden). Im Wald, im Siedlungsraum von Dörfern und Städten.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
Ähnliche Arten
Baummarder: Der Baummarder hat ein dunkleres, dichteres Fell, einen braunen Nasenspiegel und oft einen gelben Kehlfleck (beim Steinmarder immer weiß).
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 40 – 56 cm, Schwanz 20 –32 cm, Gewicht 0,8–2,5 kg.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig nachtaktiv
Verbreitung Berlin
Häufig, in allen Stadtquartieren.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Fuchs. © Stefan Wassmer / stadtwildtiere.ch

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Streifzug durch die Straßen

Marder sind vorwiegend nachtaktiv und sehr scheu. Auf einem nächtlichen Spaziergang durch Ihre Nachbarschaft können Sie mit etwas Glück einem Marder begegnen, der eilig über die Straße rennt. Gerne verstecken sich Steinmarder unter Autos, die ihnen auf ihren Streifzügen durch die Straßen gute Deckung bieten.

Lärmige Untermieter

Starker Geruch von Kot und Urin, Kothaufen, beschädigte Isolation im Dachboden sowie nächtlicher Lärm im Dach deuten auf die Anwesenheit von Steinmardern hin. Legen Sie sich nachts mit einer starken Taschenlampe auf die Lauer und versuchen Sie, den Zugang zu identifizieren, den der Marder als Ein- bzw. Ausgang nutzt. Meist nutzt er auch Kletterhilfen wie Kletterpflanzen oder Rohre, um aufs Dach zu gelangen.

Marderkot in der Dachbodenecke eines Lagerhauses.
(© C.Kistler / swild.ch)

 

Isolationsschaden. Marder verwenden das Material gerne als Polsterung fürs Nest.
(© C.Kistler / swild.ch)

Liebhaber von Obst

Der Steinmarder kommt gut mit den Bedingungen im Siedlungsraum zurecht und bedarf keiner speziellen Förderung. Wollen Sie trotzdem in Ihrem Garten etwas für Marder tun, pflanzen Sie in Ihrem Garten Beeren und Obstbäume. Marder sind Beeren- und Obstliebhaber. In ihrem Kot finden sich deshalb oft Kirschsteine oder Traubenkerne.

Konflikte zwischen Steinmarder und Mensch
  • Hausmarder: Steinmarder richten sich gerne häuslich im Dachstock eines bewohnten Hauses oder eines Lagerhauses ein. Marder sind äußerst geschickte Kletterer und dringen schon durch 5cm schmale Lücken ins Gebäude ein. Während der Jungenzeit und der Fortpflanzung im Sommer kann es nachts zu erheblichen Lärmemissionen und zu Schäden am Isolationsmaterial kommen, das als Nestmaterial verwendet wird. Auch starker Geruch von Kot und Urin und Kothaufen deuten auf die Anwesenheit von Steinmardern hin. Legen Sie sich nachts mit einer starken Taschenlampe auf die Lauer und versuchen Sie, den Zugang des Marders zu identifizieren Meist nutzt er auch Kletterhilfen wie Kletterpflanzen oder Rohre, um aufs Dach zu gelangen. Wenn bekannt ist, wo der Marder einsteigt, kann dieser Zugang verschlossen oder unzugänglich gemacht werden.

  • Automarder: Der beste Schutz vor verbissenen Autokabeln ist eine Garage. Mittlerweile werden die Autos von den Herstellern vermehrt mit bissfesten Kabeln versehen.

  • Meerschweinchendieb: Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen gehören zum Beutespektrum des Marders. Sie müssen sowohl tagsüber als auch nachts in einbruchsicheren Gehegen untergebracht werden.

Gefahren 

Im Siedlungsgebiet ist der Verkehr eine häufige Todesursache für den Marder.

Mehr Informationen 

Paul Marchesi, Claude Mermod, Hans C. Salzmann. 2010. Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag.

Service
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