News

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in Gärten und Grünanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen Körper und relativ kurzen, nicht mehr als körperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der Körper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie können weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die Höhe fliehen, weshalb sie häufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

22.11.2019

8 – 12 Jahre | 3.– 6. Klasse
Bambi.
Eine Lebensgeschichte aus dem Walde
nach Felix Salten (1923)

Zwischen Bäumen, Wiesen, Himmel und feuchter Erde wimmelt es im Wald vor Leben. Vielgestaltige Wesen bahnen sich ihren Weg durch die Jahreszeiten. Sich hier zurecht zu finden, lernt Rehkitz Bambi von seiner Mutter. Als sie plötzlich verschwindet, ist er auf sich allein gestellt.  Die Donnerwesen der Stadt hätten wieder einmal zugeschlagen, munkeln die kleinen Tiere des Waldbodens. Während alle anderen nur an sich und das nächste Fressen denken, ist Bambis Freundin Faline die einzige, die ihn versteht. Denn Bambi spricht nur noch in Musik. Zusammen träumen sie von einer neuen Waldordnung, in der Platz für Gemeinsamkeit und gegenseitige Hilfe unter allen Tieren ist. Doch bis alle überzeugt sind, muss erst eine Katastrophe geschehen.

Die eigens für das THEATER AN DER PARKAUE entwickelte Neubearbeitung des Romans von Felix Salten (1869–1945) bringt unser heutiges Verhältnis von Mensch und Natur auf die Bühne. Nicht die Jagd allein, sondern die Verdrängung natürlicher Lebensräume durch den Menschen wird zunehmend zur Bedrohung für die Tierwelt.

Regisseurin Marie Bues, seit 2013 zusammen mit Martina Grohmann Leiterin des Theater Rampe in Stuttgart, setzt in ihrer „Bambi“ Inszenierung auf geballte Ensemblekraft und Musik. Nicht zu verwechseln mit Disneys gleichnamiger Verfilmung aus dem Jahre 1942, die von Saltens Original weit entfernt ist.

Spielort: Bühne 1 | Regie: Marie Bues | Bühne + Kostüme: Maike Storf | Fassung: Oliver Schmaering | Musik: Anton Berman | Dramaturgie: Sarah Wiederhold | mit: Berman (Musik), Berthold, Erdmann, Pabst, Pöpping, von Sallwitz, Schmidt

Termine:

DO, 12.12.2019 10.00 Uhr

FR, 13.12.2019 10.00 Uhr

SO, 22.12.2019 11.00 Uhr

SO, 22.12.2019 16.00 Uhr

MO, 23.12.2019 11.00 Uhr

DO, 16.01.2020 11.00 Uhr

FR, 17.01.2020 10.00 Uhr

MI, 29.01.2020 10.00 Uhr

 

31.10.2019

Erdhummel (© Cornelia Hürzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird für den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender Rückgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der Rückgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008 und 2017 die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer Rückgang sowohl der Biomasse (41%) als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen. 

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher und schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate dürften auch auf die Verhältnisse in anderen mitteleuropäischen Gebieten übertragbar sein.

Der Rückgang der Insekten ist nicht nur für diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage für viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Kulturpflanzen. 

Link zum Abstract der Publikation

23.10.2019

Vom 1. bis zum 10. November 2019 findet in Berliner Forschungseinrichtungen die „Berlin Science Week“ statt. Das Festival bringt SpitzenforscherInnen aus der ganzen Welt mit der lokalen Wissenschaftscommunity und der Öffentlichkeit in der Hauptstadt zusammen. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) beteiligt sich mit einem Vortragsprogramm:

5. November 2019 im Hörsaal des Leibniz-IZW statt. Der Eintritt ist frei.

Die Vorträge werden in Kooperation mit dem Projekt „Bridging in Biodiversity Science“ (BIBS) durchgeführt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Weitere Informationen zum Festival „Berlin Science Week“ erhalten Sie unter berlinscienceweek.com.

17.10.2019

Erster Berliner Citizen Science Tag im Museum für Naturkunde Berlin

„Alle forschen mit“ lautet das Motto des ersten Berliner Citizen Science Tags am 24. Oktober 2019 im Museum für Naturkunde Berlin. Im Austausch mit Expertinnen und Experten sowie bei Mit-Forsch-Aktionen können Interessierte herausfinden, wie sie selbst zur Bürgerwissenschaftlerin oder zum Bürgerwissenschaftler werden. Der Eintritt ins Museum ist ab 15:00 Uhr frei.

Wo kommt der Igel in Berlin vor? Wie schmecken wir eigentlich Essen? Wie können wir Geschichte in Berlin dokumentieren und gleichzeitig erlebbar machen? Berlinert die Nachtigall? Das sind nur einige Fragen, an deren Erforschung sich Bürgerinnen und Bürger in und um Berlin beteiligen können. Um interessierte Berlinerinnen und Berliner auf die Vielfalt der Bürgerforschung aufmerksam zu machen, laden die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft Citizen Science Berliner Raum und das Museum für Naturkunde Berlin ein:

am Donnerstag, 24. Oktober,
von 15:00 bis 21:00 Uhr,
im Experimentierfeld des Museums.

24.09.2019

Unten finden Sie links zu beiden Veranstaltungstagen im FEZ.

Die Berliner Stadtwildtiere und das Leibniz-IZW mit BIBS finden sich hier unter „Natur“.

Wo: FEZ Berlin

Wann: 28.09.2019 (12-16 Uhr) und 29.09.2019 (12-18 Uhr)

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit häufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen Rückgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen Überblick über die kürzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon über Untersuchungen an Sperlingen der Universität Neuchâtel.

24.08.2019

Am 22. und 23. August fand in Wien das internationale Treffen der StadtWildTiere und Wilde Nachbarn-Projekte statt. Die Projektverantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten die aktuellen Projekte in den Ländern, die Weiterentwicklung der Plattformen und Themen wie Citizen Science, Open Science und offene Biodiversitätsdatenbanken. Zu Gast waren wir am Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung und in der Außenstelle der Österreichischen Vogelwarte der Vetmeduni Vienna in Seebarn am Wagram.

Schliesslich blieb auch Zeit, in Wien die Feldhamster und in den Weinbergen des Wagram nordöstlich von Wien Ziesel zu beobachten.

Wir kehren nach dem anregenden Treffen hoch motiviert und mit vielen neuen Ideen nach Hause zurück.

07.08.2019

Aktuelle Eichhörnchenbeobachtung, © Judith Niggli / wildenachbarn.ch

Am Dienstag, 6. August, ging mit einer Meldung eines Fuchses aus der Stadt Luzern die 40’000ste Beobachtung auf den Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn ein.

Das Projekt StadtWildTiere wurde 2013 in Zürich lanciert. Im Mai 2016 startete das Projekt Wilde Nachbarn. Mittlerweile gibt es lokale Projekte in 8 Städten und 5 Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nebst einer deutschsprachigen Version, wird das Projekt Wilde Nachbarn Schweiz auch auf Französisch angeboten (Nos voisins sauvages).

Vielen Dank an alle fleißigen Melder/innen aus allen Projekten. Wir freuen uns bereits auf die nächsten 40’000 Meldungen!

16.07.2019

Die Asiatische Tigermücke in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Asiatische Tigermücke wurde 1979 in Europa das erste Mal in Albanien nachgewiesen, vermutlich über Importe aus China. Seiter hat sich die Mücke in 14 Europäischen Ländern ausgebreitet. In der Schweiz wurden im Tessin 2003 Tigermücken festgestellt. In Deutschland wurden im September 2007 auf einer Autobahnraststätte der A5 bei Bad Bellingen (Baden-Württemberg) erstmals Eier der Mücke entdeckt (Pluskota et al 2008, European Mosquito Bulletin). 2017 wurden im Unterinntal im österreichischen Tirol Eier in größerer Menge gefunden, wie meinbezirk.at meldete.

Die Tigermücke in Zürich

Nun ist sie auch in Zürich angekommen, wie das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich in einer Medienmitteilung vom 16. Juli 2019 bekannt gibt. Bereits im September 2016 konnte der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich zusammen mit der zuständigen Fachstelle des Kantons Zürich auf dem Gelände der Bus Station (Carparkplatz) Tigermückeneier finden. Im Sommer dieses Jahres wurde die Tigermücke nun auch in Wollishofen nachgewiesen. Der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich geht davon aus, dass die Tigermücke an beiden Orten aufgrund von Reisetätigkeiten eingeschleppt wurde. In Wollishofen haben sie die Wintermonate überlebt. Bei der Bus Station handelt es sich hingegen um wiederholte Neueinschleppungen mit den Reisefernbussen.

Die Mücke profitiert vom Klimawandel

Eine Gruppe von Forschern der University of Liverpool unter Leitung von Cyril Caminade hat gemäß einer Veröffentlichung im April 2012 in der Zeitschrift Interface der Royal Society berechnet, dass die Tigermücke aufgrund des Klimawandels zwischen 2030 und 2050 in weiten Teilen Europas die für sie nötigen Lebensbedingungen vorfinden wird.

Sind Asiatische Tigermücken gefährlich?

Wie der Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich berichtet, besteht für die Bevölkerung gegenwärtig kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Die Tigermücke kann zwar Krankheiten von einer infizierten auf eine noch nicht-infizierte Person übertragen. Die Gefahr ist jedoch sehr klein. In der Schweiz (und auch in Deutschland) gab es bisher noch nie einen solchen Fall. Alle registrierten Krankheitsfälle waren im Ausland erkrankte Reiserückkehrer. In der Schweiz sind auch noch keine mit Viren infizierten Tigermücken aufgetreten. Die Tigermücken sind jedoch lästig, da sie auch tagsüber stechen, was einheimische Mücken nicht tun.

Wie erkenne ich eine Asiatische Tigermücke?

Die Tigermücke hat auf ihren schwarzen Hinterbeinen fünf weisse Ringe und auf ihrem Rücken, hinter dem Stechrüssel, eine weisse Linie. Das Insekt ist nicht grösser als ein 5-Rappenstück. Die im Mittelland bereits weit verbreitete Asiatische Buschmücke sieht der Tigermücke äusserst ähnlich, ist aber bedeutend grösser.

Die Tigermücke ist auch tagsüber aktiv, während unsere einheimischen Mücken vor allem in der Dämmerung und nachts stechen. 

Weitere Informationen zur Asiatischen Tigermücke bei Grün Stadt Zürich

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